Jeannie Ebner

"Dem Geist ist es zuträglicher, vogelfrei zu sein als pensionsberechtigt". Weblog über die österreichische Schriftstellerin Jeannie Ebner als Begleitung zur Diplomarbeit "Frauenfiguren und Frauenrolle(n) bei Jeannie Ebner" (Arbeitstitel) an der Universität Wien

Mittwoch, Mai 14, 2008

Drei Lieder nach Jeannie Ebner

In der Datenbank des Mica habe ich entdeckt, dass Gerhard Lampersberg "Drei Lieder nach Jeannie Ebner für Sopran und Klavier" komponiert hat. Als Entstehungsdatum wird 1951 angegeben, die Titel sind "Wehmut", "Ich liebe" und "Lied", Ort der Uraufführung war das Konzerthaus.

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Encyclopedia of continental women writers

Da in vielen Nachschlagewerken à la "Frauen im Literaturbetrieb nach 1945" nichts über Jeannie Ebner verzeichnet ist, war ich umso überraschter, einen ganzseitigen Eintrag in der "Encyclopedia of continental women writers", herausgegeben von Katharina M. Wilson und erschienen 1991 bei St. James Press, zu finden: "Jeannie Ebner is a good illustration of the difficulty Austrian writers have in gaining recognition. An accomplished translator, the successful editor of a prestigious literary journal, and the author of several outstanding volumes of poetry and prose fiction, only recently has she come to be widely known and respected outside of Austria (...) Ebner has achieved prominence in three important areas, as a translator, editor, and author of belletristic works. In her prose fiction the female protagonists are faced with the problems - practical and existential - of modern life. Without minimizing the seriousness of the problems, Ebner consistently, if by no means pervasively, suggests that experience can be a teacher and a measure of equiibrium can be attained" (S. 360).

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Donnerstag, April 17, 2008

"Fregatte Frauenliteratur"

Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy schreibt in ihrem Artikel "Fregatte Frauenliteratur" in der FAZ vom 9. Juni 2005 über das Etikett "Frauenliteratur", das ihrer Ansicht nach oft als das definiert wird, "was die betreffenden Journalisten, Kommentatoren, Akademiker oder Autoren an den letzten paar Büchern von Frauen gestört hat, die sie gelesen haben".

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Sonntag, April 06, 2008

Mehr Nachlass als erwartet

Am Donnerstag habe ich erfahren, dass der Nachlass Jeannie Ebners nicht die mir bekannten fünf Archivboxen, sondern rund fünfzig davon umfasst, dass aber alle anderen Schachteln, die auch jede Menge Briefe enthalten, noch nicht aufgearbeitet wurden und damit auch nicht benutzbar sind. Nachdem ich seit Februar vierzig Stunden arbeite, kann ich nicht einmal freiwillig dafür melden, eine Nachlassliste zu verfassen. Nun ist die Frage, ob die Auswahl, die mir im Moment zur Verfügung steht, als Quelle annähernd repräsentativ ist *seufz*

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Samstag, März 29, 2008

Ö1 über Hertha Kräftner

Am 25. April um 22.15 Uhr sendet Ö1 in den Tonspuren das Portrait "Der Himmel wurde gelb wie schäbiges Papier" aus Anlass des 80. Geburtstages von Hertha Kräftner. Das Feature wird gestaltet von Isabelle Engels und Alfred Koch.

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Mittwoch, März 19, 2008

"scheinintellektuelle Geschwätzigkeitsliteratur"

"Die Schreker wie die Billroth, wie der Lebensgefährte der Schreker verkörpern heute diese Art von epigonaler scheinintellektueller Geschwätzigkeitsliteratur, die mir immer verhaßt gewesen ist und die von fanatisch-modischen, immer brillierenden, in ihrer literaturwissenschaftlichen Pubertät stecken gebliebenen Lektoren geliebt und von den senilen Beamten des Kulturministeriums auf dem Minoritenplatz eifrig subventioniert wird" (*). - Aus: Thomas Bernhard: Holzfällen. Eine Erregung. 4. Aufl. Suhrkamp 1994, S. 261
Dazu schreibt die FAZ am 10. Oktober 2007: "Wenn der Erzähler etwa einer Schriftstellerin, die im veröffentlichten Buch Anna Schreker heißt, deren Name in der ersten Fassung des Buches jedoch noch Juniröcker war, vorwirft, dass sie und ihr Lebensgefährte, der Autor hochdekorierter Lautpoesie und Träger des Staatspreises, eine 'Staatspfründerexistenz' führten - ist es dann von Bedeutung oder ganz unwichtig, dass der Autor dieser Invektive, selbst Träger des Staatspreises, nachweislich mehr Geld von der Republik Österreich erhalten hat als die hinter Frau Schreker so deutlich erkennbare Friederike Mayröcker?"

Gestern musste ich das von der UB entliehene "Holzfällen" zurückgeben, weil ich das Buch bereits ein Jahr ausgeliehen hatte. Es wird echt Zeit, dass ich was weiterbringe...

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Montag, März 17, 2008

ausgelassen, unbändig

Ich habe mir nun das Podium-Porträt von Jeannie Ebner zugelegt. In den "Marginalien zu Leben und Werk von Jeannie Ebner" von Paul Wimmer heißt es: "Jeannie Ebner lachte und tanzte gern, bisweilen ausgelassen, unbändig. Innen aber war sie zutiefst einsam. Dem entsprechend ist ihre Poesie der Niederschlag der Turbulenzen aus Jubel und Trauer" (S. 7).

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Donnerstag, März 06, 2008

Opfer für männliches Vergnügen

"Viele Bücher hab ich bekommen, aber kein Kind. Mit sexueller Moral hatte das nichts zu tun. Ich habe trotzdem gelebt und geliebt, nur etwas rücksichtsloser gegen die Männer, von denen ich von da an Rücksicht verlangte. Und sie haben Rücksicht genommen. In der Sorte erotischer Liebe, die nichts als Lust will, gibt es keine Rücksichtsnahme meinerseits. Entweder sind beide einig und glücklich ganz ohne Angst, oder der Abschied findet statt vor jeder Erfüllung. Auch für Frauen ist Liebe kein Grund, zum Opfer zu werden für männliches Vergnügen. Es war eine angenehme Überraschung, immer wieder zu erfahren, daß liebende Männer fähig sind, ein Opfer zu bringen, und daß sie sich nur umso mehr um mich bemühten, weil es galt, Opfer zu bringen".

Tagebuch, 7. November 1987, zitiert nach: Trenkler, Gerhard (Hrsg.): Die neue Penelope. Ein Jeannie-Ebner-Tagebuch. Graz: Styria 1998, S. 241 (vergriffen)

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Mittwoch, Februar 27, 2008

Hilde Spiel: Mentorin - Mentee

Im Band "Kanonbildung, Türhüter und Diskursmächte im literarischen Leben Österreichs am Beispiel der Rezeption von Exilliteratur seit 1945" von Daniela Hessmann (Edition Praesens 2005) habe ich eine Passage über das Mentorinnen-Verhältnis zwischen Hilde Spiel und Jeannie Ebner gefunden: "Nicht nur Hilde Spiel fungierte als Fürsprecherin junger Autorinnen und Autoren, sondern auch sie selbst profitierte durch die Unterstützung anderer. So setzte sich die junge Jeannie Ebner in Wien für Spiels Roman Die Früchte des Wohlstands ein und bemühte sich, vergeblich, einen Verleger dafür zu finden. Im Gegenzug förderte Spiel die junge Autorin, rezensierte ihre Bücher und setzte sich bei Verlegern für ihr Erscheinen ein" (S. 170). - Siehe auch Eintrag vom 21. Mai 2007 hierblogs.

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Dienstag, Jänner 29, 2008

Näher, mein Nachlass, zu mir

Ab Freitag komme ich "meinem" bzw. Jeannie Ebners Nachlass zumindest räumlich etwas näher - ab 1. Februar arbeite ich nämlich in der Wienbibliothek im Rathaus, zwar nicht in der Handschriften-, sondern in der Druckschriftensammlung (bzw. Drucksortensammlung, wie eine Dame vom Personalbüro so schön sagte), aber die beiden sind ja nicht besonders weit voneinander entfernt. Im Moment bin ich gerade damit beschäftigt, mein Altpapier im Büro auszusortieren, meine Oma im Spital zu besuchen, mein Leben mit neuem Job in Wien organisatorisch zu planen (mit wem geh ich wann esssen? mit wem fahr ich wann im Zug? wann muss ich aufstehen? wielange brauche ich wirklich?), Noten für zwei Lehrveranstaltungen à 39 Studierende zu vergeben, sechs Bachelorarbeiten zu bewerten und mir zu überlegen, wie ich meine Büro-Abschiedsfeier am Donnerstag überstehen soll, ohne in Tränen zu zerfließen. Die Diplomarbeit kam da wieder mal etwas zu kurz.
Dabei schrieb uns unser Studienprogrammleiter, dass wir Thema und Betreuer bekannt geben müssen: "Nach §15(4) der Neusatzung des Studienrechts muss ein/e Studierende das Thema der Diplomarbeit (und in Zukunft auch der Masterarbeiten) VOR DER BEARBEITUNG (dh bei Übernahme oder Formulierung) dem Studienprogrammleiter bekannt geben". Gut, ist eh nicht so schlecht, dann ist es wenigstens wirklich offiziell.

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Mittwoch, Dezember 26, 2007

Vertonung durch Ulf-Diether Soyka

Der Website von Ulf-Diether Soyka entnehme ich, dass er einmal einen Text von Jeannie Ebner vertont hat, und zwar 1979: "Vier Lieder opus 6/1 nach Texten von Marie-Therese Kerschbaumer, Doris Mühringer, Hilde Stöger-Ehrenberger und Jeannie Ebner" (1979)". Wurde - gesungen von Mezzosopran Margarete Palm, am Klavier der Komponist - auch im ORF gezeigt. - Leider steht nicht dabei, um welche Texte es sich handelt.

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"einfaches, umfriedetes Leben"

Im Text "Literatur und Widerstand" von Konstantin Kaiser (zu finden auf literaturepochen.at) heißt es: "'Wann endlich werden wir den Heroismus wieder vertauschen dürfen mit der heißersehnten Banalität eines einfachen, umfriedeten Lebens?', fragte Jeannie Ebner in 'Wien, März 1945'(Ebner o. J., 76)".

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Tage der schöpferischen Jugend

Im Vortrag "Vera Ferra-Mikura. Eine große österreichische Schriftstellerin, die auch viele kleine Leser begeisterte. Leben und Werk einer Nicht-nur-Kinderbuchautorin", den Susanne _Blumesberger und Elisabeth Mikura am 3. März 2003 im Institut für Wissenschaft und Kunst hielten, heißt es: "Neben Christine Lavant, Jeannie Ebner und vielen anderen nahm Vera Ferra-Mikura im Juni 1951 auch an den Tagen der schöpferischen Jugend in Kapfenberg teil" (online nachzulesen).

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Bibliographie 2001 -

Primärliteratur

  • Wimmer, Paul (Red.): Lichtsignale. Ausgewählte Gedichte. St. Pölten: Podium 2005 (= Podium-Porträt 21)
  • Sekundärliteratur

  • Thuswaldner, Anton: "Böser Dichter isst zu Abend". In: Salzburger Nachrichten, 24. September 2007
  • Weidermann, Volker: "Wie wahr darf Kunst sein?". In: FAZ, 3. Juni 2007
  • Schmid-Bortenschlager, Sigrid: "Beziehungen. Beobachtungen zur Rolle von Schriftstellerinnen in der österreichischen Nachkriegsliteratur". In: Kunzelmann, Heide (Hrsg.): Kontinuitäten und Brüche. Österreichs literarischer Wiederaufbau nach 1945. Wien: Athena 2006, S. 63 – 75
  • Schmid-Bortenschlager, Sigrid: "Österreichische Literatur von Frauen in den fünfziger Jahren". In: Białek, Edward / Żyliński, Leszek (Hrsg.): Die Quarantäne. Deutsche und österreichische Literatur der fünfziger Jahre zwischen Kontinuität und Neubeginn. 2., erw. Aufl. Wrocław / Dresden: Neisse-Verl. 2006, S. 59 – 80
  • Wimmer, Paul: "Der Lehrstoff ist das Leben. Zum Gedenken an Jeannie Ebner" In: Der literarische Zaunkönig 2 (2004), S. 29 - 31
  • Neissl, Julia: "Zwischen Anpassung und Aufbegehren. Junge Autorinnengeneration in Österreich nach 1945 und ihre Auseinandersetzung mit Sexualität". In: Caemmerer, Christiane et al. (Hrsg.): Erfahrung nach dem Krieg. Autorinnen im Literaturbetrieb 1945 – 1950. Frankfurt: Peter Lang 2002, S. 57 – 68
  • Schmidjell, Christine: "Mauerblümchen, na und? Beispiele aus der österreichischen Literatur der fünfziger und sechziger Jahre". In: Strigl, Daniela (Hrsg.): Frauen verstehen keinen Spaß. Wien: Zsolnay 2002 (= Profile 9)
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    Donnerstag, November 29, 2007

    Buchpräsentation "Gerhard Fritsch" am 4. Dezember

    Die umfassende Monographie Stefan Alkers "Das Andere nicht zu kurz kommen lassen. Werk und Wirken von Gerhard Fritsch", erschienen bei Braumüller 2007, wird am Dienstag, dem 4. Dezember 2007, um 19 Uhr 30 im Lesesaal der Wienbibliothek, Rathaus, Stiege 4, 1.Stock, 1082 Wien vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Sylvia Mattl-Wurm und einleitenden Worten von Konstanze Weber sprechen Wendelin Schmidt-Dengler und Stefan Alker miteinander über das Buch. - Ich habe nun in die zugrundeliegende Dissertation reingelesen (das Buch war ausgeliehen und vorgemerkt), aber leider nicht viel über Jeannie Ebner gefunden, nicht einmal in dem Abschnitt über "Literatur & Kritik". Dafür waren für mich als Bibliothekarin die Passagen über Fritsch als Bibliothekar (er war ja einige Jahre bei den Büchereien Wien tätig) und Fritsch' Kampf gegen "Schmutz und Schund" sehr interessant.

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    Freitag, November 09, 2007

    Jeannie Ebner-Bibliographie

    Ich werde nun die Liste der Literatur von und zu Jeannie Ebner auch online sammeln und hier zur Verfügung stellen. Die Angaben werden laufend ergänzt - ich fange einfach mal mit dem an, was mir unterkommt.
  • 1941 - 1950
  • 1951 - 1960
  • 1961 - 1970
  • 1971 - 1980
  • 1981 - 1990
  • 1991 - 2000
  • 2000 -
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    Bibliographie 1961 - 1970

    Primärliteratur

  • Figuren in Schwarz und Weiß. Roman. Gütersloh: Mohn 1964
  • Buchebner, Walter (Hrsg.): Im Schatten der Göttin. Graz/Wien: Stiasny 1963 (= Stiasny Bücherei 137)
  • Die Götter reden nicht. Erzählungen. Gütersloh: Mohn 1961
  • Sekundärliteratur

  • Buchebner, Walter: "Die Dichtung gibt Antwort. Ein Versuch über Jeannie Ebner". In: Wort in der Zeit 8 (1962) 9, S. 3 - 10
  • Übersetzungen

  • Dayan, Yael: Der Tod hat zwei Söhne. Roman. 2. Aufl. Wien: Molden 1968
  • Dayan, Yael: Spuren im Staub. Roman. Deutsche Erstveröffentlichung. München: Non Stop Bücherei 1968
  • Madariaga, Salvador de: Über Don Quijote. Wien/München: Molden 1965
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    Bibliographie 1951 - 1960

    Primärliteratur

  • Die Wildnis früher Sommer. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1958
  • Gesang an das Heute. Gedichte, Gesichte, Geschichten. Wien: Jungbrunnen-Verlag 1952 (= Junge österreichische Autoren 9)
  • Sekundärliteratur

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    Bibliographie 1971 - 1980

    Primärliteratur

  • Die Wildnis früher Sommer. Roman. Lizenzausgabe. Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1980
  • Einleitender Essay in: Christian Brandstätter (Hrsg): Niederösterreich. Wien: Molden 1979 (= Molden Edition graphische Kunst)
  • Erfrorene Rosen. Tagebucherzählungen. Graz/Wien: Styria 1979
  • Gedichte und Meditationen. Gedichte. Baden: Grasl 1978 (Lyrik aus Österreich 8)
  • Die Wildnis früher Sommer. Roman. 3., überarb. Aufl. Graz/Wien: Styria 1978
  • Der Königstiger. 2. Aufl. Köln: Hermansen 1978
  • Sag ich. Gedichte. Köln: Hermansen 1978
  • Autorenkollektiv: Unsichtbare Brücken Wiener Neustädter Anthologie. 1. Aufl. Baden: Buch- und Kunstverlag Weilburg 1975 [Details zu Beitrag fehlen noch]
  • Protokoll aus einem Zwischenreich. Erzählungen. Graz/Wien: Styria 1975
  • Prosadichtungen. Salzburg: Otto Müller 1973
  • Sekundärliteratur

    Übersetzungen

  • Richard Bach: Die Möwe Jonathan. 6. Aufl. Berlin: Ullstein 1973 / 16. Auflage. Berlin: Ullstein 1978 / 1980[Jonathan Livingston seagull]
  • Schrecksekunden. Aus dem Geisterkabinett der Lady Cynthia Asquith. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch 1973 (= Fischer Taschenbücher 1348) [The second ghost book]

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  • Bibliographie 1981 - 1990

    Primärliteratur

  • Papierschiffchen treiben. Erlebnis einer Kindheit. Graz/Wien: Styria 1987
  • Jörg Mauthe (Hrsg.): Neues Wiener Lesebuch. Wien: Wiener Journal 1985 [Details zu Beitrag fehlen noch]
  • Der Königstiger. Erzählung. 3. Aufl. Graz/Wien: Styria 1984
  • Aktäon. Novelle. Graz /Wien: Styria 1983
  • Drei Flötentöne. Roman. Lizenzausgabe. Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1983 / Kremayr & Scheriau 1984
  • Drei Flötentöne. Roman. 1. - 3. Tsd. Graz/Wien: Styria 1981 / 2. Aufl. Graz/Wien: Styria 1983
  • Ebner, Jeannie: "Literatur weiblicher Autoren - ja! Aber wieso Frauenliteratur?". In: Kleiber, Carina / Tunner, Erika (Hrsg.): Beiträge des Internationalen Kolloquiums Frauenliteratur in Österreich von 1945 bis heute. Bern: Peter Lang 1986, S. 55 - 61
  • Sekundärliteratur

  • Kleiber, Carine: "Jeannie Ebners emanzipatorische Bestrebungen". In: dies. / Tunner, Erika (Hrsg.): Beiträge des Internationalen Kolloquiums Frauenliteratur in Österreich von 1945 bis heute. Bern: Peter Lang 1986, S. 79 - 86
  • Schmölzer, Hilde: "Jeannie Ebner. Daß ich an einen Sinn glaube, das genügt". In: dies.: Frau sein & schreiben. Österreichische Schriftstellerinnen definieren sich selbst. Wien: ÖBV 1982, S. 54 – 61
  • Cella, Ingrid: "'Das Rätsel Weib' und die Literatur: Feminismus, feministische Ästhetik und die neue Frauenliteratur in Österreich". In: Zeman, Herbert (Hrsg.): Studien zur österreichischen Erzählliteratur der Gegenwart. Amsterdam: Rodopi 1982, S. 189 – 228
  • Übersetzungen

  • Richard Bach: Die Möwe Jonathan. 27. Aufl. Berlin: Ullstein 1984 [Jonathan Livingston seagull]
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    Bücher, die ich schon gelesen habe

    Um die Übersicht zu bewahren, notiere ich hier die Bücher und Sammelbände, die ich schon gelesen habe:
  • Aktäon
  • ...und hat sein Geheimnis bewahrt
  • Drei Flötentöne
  • Figuren in Schwarz und Weiß
  • Wildnis früher Sommer
  • Flucht- und Wanderwege
  • Der Genauigkeit zuliebe. Tagebücher 1942 - 1980
  • Papierschiffchen treiben
  • Die neue Penelope
  • Der Königstiger
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    Donnerstag, November 08, 2007

    In den eigenen Roman vertieft

    Bei nahezu allen literarischen Texten von Jeannie Ebner, die ich bisher gelesen habe, muss ich mich über weite Strecken zum Lesen zwingen. Vielleicht bin ich durch das viele Krimi-Schauen und Science Fiction-Lesen schon so plot-fixiert, dass ich eine Anhäufung handlungsarmer Passagen nicht mehr aushalte, ich weiß es nicht ;-) Und meine hierblogs geäußerte Ansicht über "Drei Flötentöne", dass der Verleger oder Lektor sich hätte einschalten müssen, um aus einem Buch mit guten Ansätzen ein gutes Buch zu machen, würde ich mittlerweile getrost auch auf andere Texte anwenden.
    Aber dann immer wieder rührt eine Szene mich plötzlich an: "Ich sah uns beide, ein Paar, Hand in Hand dasitzen, indes jeder in einem Buch las. Jeder war in seinen eigenen Roman vertieft, war woanders, innerlich weit fort; aber sooft einer von uns umblätterte oder ein neues Kapitel begann, wurde er sich kurz der Nähe und Wärme der Hand bewußt, die er hielt" (...und hat sein Geheimnis bewahrt. Roman. Styria 1991, S. 98).
    Und dann weiß ich wieder, warum ich weitergelesen habe - es werden immer wieder kleine Situationen so geglückt und treffend festgehalten. Manchmal werden auch Figuren mit ganz wenigen Worten charakterisiert und kommen der Leserin gleich vertraut vor.

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    Leichtfüssig

    In der Reihe "Magazin" der Wienbibliothek ist als Band 4 "Leichtfüßig" von Jeannie Ebner erschienen. Kann aber auf der Website die Seite nicht mehr finden, auf der ich das gelesen habe, dabei wollte ich mir das eigentlich kaufen.
    Update 8.11.:Ich habe mir den Band per Fernleihe aus Salzburg bestellt. Das 24seitige Heft beinhaltet auf dottergelbem Papier ein Selbstportrait, verschiedene gedruckte und handgeschriebene Texte Ebners, einen Brief von Christine Busta, Photos, eine Auswahlbibliographie und den Text "Das Wagnis, die Welt ins Gleichnis zu bannen" von Kurt Klinger: "Es begann die bis heute nachwirkende neue Ideologisierung der Literatur, die den 'Zwischenwelten' Jeannie Ebners und der mythischen Tiefendimension ihrer Texte das Verständnis versagte"...

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    Montag, November 05, 2007

    Das Andere nicht zu kurz kommen lassen

    Das Buch "Das Andere nicht zu kurz kommen lassen. Werk und Wirken von Gerhard Fritsch" von Stefan Alker ist als Band 23 der Reihe "Wiener Arbeiten zur Literatur" bei Braumüller erschienen. Der Verlag schreibt dazu: "Anhand des erstmals untersuchten Materials aus dem Nachlass unternimmt der Germanist Stefan Alker eine Relektüre von Werk, literarhistorischer Position und literaturbetrieblicher Rolle des Schriftstellers. Unbekannte Entwürfe, zahlreiche Stellungnahmen, erstmals veröffentlichte Korrespondenz und persönliche Notizen aus den Tagebüchern des Autors geben ein völlig neues Bild, bei dem das 'Andere' der österreichischen Literatur und des behandelten Autors nicht zu kurz kommen".

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    Freitag, November 02, 2007

    Jeannie Ebner: Bibliographie 1991 - 2000

    Primärliteratur

  • Flucht- und Wanderwege. St. Pölten: Literaturedition Niederösterreich 1998
  • "Danke". In: Vujica, Elke (Hrsg.): Im Dialog mit Hans Weigel. Freunde und Weggefährten erinnern sich. Graz/Wien: Styria 1998, S. 41 f.
  • Korolevskij tigr. Povest'. Perevod s nemeckogo Galiny Snežinskoj. Sankt Petersburg: Symposium 1998 (= Avstrijskaja biblioteka v Sankt-Peterburge)
  • Trenkler, Gerhard (Hrsg.): Die neue Penelope. Ein Jeannie-Ebner-Lesebuch. Graz/Wien: Styria 1998
  • Der Genauigkeit zuliebe. Tagebücher 1942 - 1980. Graz/Wien 1993
  • Würtz, Herwig (Hrsg.): Leichtfüß:ig. Wien: Wiener Stadt- und Landesbibliothek 1993 (= Magazin der Wiener Stadt- und Landesbibliothek 4)
  • Sämtliche Gedichte. 1940 - 1993. Wiener Neustadt: Merbod 1993
  • Three flute notes. Transl. and with an afterword by Lowell A. Bangerter. Riverside: Ariadne Press 1993 (= Studies in Austrian literature, culture, and thought)
  • The Bengal tiger. Transl. and with an afterword by Lowell A. Bangerter. Riverside: Ariadne Press 1992 (= Studies in Austrian literature, culture, and thought)
  • Zauberer und Verzauberte. Graz/Wien: Styria 1992
  • Der Königstiger. Erzählung. Sprecherin: Lilo von Plüskow. Gekürzte Fassung. Murrhardt: Schumm 1992 (= Schumm sprechende Bücher)
  • ... und hat sein Geheimnis bewahrt. Roman. Graz/Wien: Styria 1991
  • Sekundärliteratur

  • Kandolf, Hans Gerhard: Die Pürgger Dichterwochen 1953 – 1954 – 1955. Bad Aussee: Verein der Freunde des Kammermuseums 1997
  • Lamb-Faffelberger, Margarete: "Out from the Shadows: On Contempory Austrian Literature and Film created by Women". In: Trans 7 (1999)
  • Gürtler, Christa: "Zum Paradigma der Frauenliteratur in Österreich. Über die (Un-)Möglichkeit der Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit". In: Schmidt-Dengler, Wendelin et al. (Hrsg.): Konflikte - Skandale - Dichterfehden in der österreichischen Literatur. Berlin: Erich Schmidt 1995, S. 267 - 279
  • Schreiber, Hermann: "Werkstattgespräche". In: Literatur und Kritik 281+282 (1994), S. 97 - 99 (Rezension zu: Ebner, Jeannie: Der Genauigkeit zuliebe)
  • Suchy, Viktor: "Die Traumhäuptige: Traum und Wirklichkeit im Werk Jeannie Ebners". In: Lunzer, Heinz (Hrsg.), Suchy, Viktor (gefeierte Person): Studien zur österreichischen Literatur. Wien: Dokumentationsstelle für Neuere Österreichische Literatur im Literaturhaus 1992, S. 259 – 272 (Zuerst in: Literatur und Kritik 1988, S. 335 – 348)
  • Schmidjell, Christine: "'Geh ohne Mantel und vergiß, was deine Heimat war': Hertha Kräftner und die Generation 'Junger Autorinnen' nach 1945". In: Walter Buchebner-Literaturprojekt: Das Schreiben der Frauen in Österreich seit 1950. Wien: Böhlau 1991, S. 9 – 21
  • Wurzrainer, Edith: Themenkonstanten im Roman-Werk von Jeannie Ebner. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1991
  • Gürtler, Christa: "'...weil ja fast alle Frauen stumm dabeisaßen'. Debüts österreichischer Schriftstellerinnen 1945-1950". In: Walter Buchebner-Literaturprojekt: Das Schreiben der Frauen in Österreich seit 1950. Wien: Böhlau 1991, S. 203 - 214
  • Übersetzungen

  • Bach, Richard: Die Möwe Jonathan. 4. Aufl. Berlin: Ullstein 1992
  • Bach, Richard: Die Möwe Jonathan. 7. Aufl. Berlin: Ullstein 1996
  • Morgenstern, Christian: Galgenlieder = Gallows songs. Wiener Neustadt: Merbod 1996
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    Mittwoch, Oktober 31, 2007

    Gliederungsidee für die Diplomarbeit

    Gestern beim DiplomandInnenseminar hatte ich während eines sehr interessanten Referats über die Straßenbahn bei Heimito von Doderer eine Eingebung, was die Gliederung meiner Diplomarbeit betrifft (das Referat war wirklich interessant, vielleicht deswegen inspirierend). Die Idee ist, jeweils anhand von Äußerungen und Lebenserfahrungen Ebners und anhand von fiktiven Frauenfiguren in einer ausgewählten Werkzahl verschiedene "Frauenthemen" (soviele Anführungszeichen kann ich gar nicht machen, wie da gehören würden) zu beleuchten. Hier der erste Entwurf.

  • sexuelles Erwachen - dazu passt Pin in "Die Wildnis früher Sommer"
  • Abtreibung - Ebners Erzählung "Das Bett" mit Verweis auf Aichingers "Spiegelgeschichte"
  • freiwillige Kinderlosigkeit - dazu gibt es zahlreiche Briefpassagen
  • evtl. Eheschließung und Eheleben
  • Mehrfachbelastung - gerade dazu gibt es sehr viel, und das lässt sich gut mit "Frauen im Literaturbetrieb nach 1945" verbinden
  • selbstbestimmte Berufswahl und Akzeptanz im Beruf - u.a. Therese in "Figuren in Schwarz und Weiß" und Ich-Erzählerin in "... und hat sein Geheimnis bewahrt". Dazu passt aber auch Autobiographisches, wie die "ein Bursch direkt"-Anekdote.
  • sexuelles Begehren im Alter - Novelle "Aktäon", die ja laut Ebnerscher Aussage sehr autobiographisch ist
  • evtl. Selbstmord - zahlreiche Beispiele, z.B. Drei Flötentöne. Darauf muss ich auf jeden Fall eingehen, aber vielleicht besser auch bei der Behandlung der Selbstmord begehenden Figuren innerhalb anderer Abschnitte.
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    Fertig mit "Wildnis früher Sommer"

    Nachdem ich mit der über weite Strecken erfreulichen Lektüre von "Die Wildnis früher Sommer" (1958) - der Titel stammt übrigens von Thomas Bernhard - fertig bin, habe ich mich auf "Die Götter reden nicht" (1961) verlagert. Bin nach den ersten hundert Seiten skeptisch, ob die Bezeichnung "Roman" den vorliegenden Text wirklich trifft.

    Update: Wäre kein Wunder, denn "Die Götter reden nicht" ist ein Erzählband, ;-) Ich komme schon ganz durcheinander. Das Buch, das ich begonnen habe, ist jedenfalls "... und hat sein Geheimnis bewahrt".

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    Mittwoch, Oktober 24, 2007

    Ebner beim Bachmannpreis

    Ich hatte zwar Jeannie Ebners Kritik an Marcel Reich-Ranickis Verhalten beim Bachmannpreis gelesen und darüber auch hierblogs geschrieben, aber nicht realisiert, dass sie als Autorin, nicht als Jurorin oder Zuschauerin am Bachmannpreis teilgenommen hat - zumindest wird sie auf der ORF-Seite zu 25 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis im Jahr 1978 als solche gelistet - neben Leuten wie Helmut Eisendle, Christine Haidegger, Angelika Mechtel, Ulrich Plenzdorf, Jutta Schutting und O.P. Zier. Zur Jury gehörte in diesem Jahr nicht nur der kritisierte Reich-Ranicki, sondern auch u.a. Gertrud Fussenegger, Peter Härtling, Adolf Muschg, Hilde Spiel und Hans Weigel.

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    Dienstag, Oktober 23, 2007

    Elegante, beckenlose Geschöpfe

    Gestern beim Nachhausefahren habe ich mir überlegt, dass ich heute in diesem Weblog schreiben würde: "Weil ich noch immer keine DVB-T-Box habe, habe ich - statt 'Grey's anatomy' zu schauen - begonnen, ein weiteres Buch von Jeannie Ebner zu lesen". Nun, auf wundersame Weise konnte ich trotz Abschaltung des analogen Signals ORF1 empfangen (allerdings sehr schlecht) - und plötzlich auch ATV in bester Qualität, was ich bisher gar nicht reinbekommen habe. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe nun also wider Erwarten Grey's Anatomy (ORF1) und Stargate (ATV) geschaut, aber dennoch mit einem Buch von Jeannie Ebner begonnen - "Die Wildnis früher Sommer (meine Ausgabe: Kremayr & Scheriau 1978).
    Zitat: "Zwar hatte er jetzt Freundinnen in der Stadt, elegante, beckenlose Geschöpfe, die nach Seife und reiner, parfümierter Wäsche dufteten, aber in den schwarzen Zöpfen der Köchin hing, neben dem Dunst des Spülwassers, dem Bratengeruch und Gemüsebrodem, dennoch ein wenig fremdes Gewürz, süßlich und gepfeffert zugleich" (S. 156).

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    Montag, Oktober 15, 2007

    "Wie wahr darf Kunst sein?"...

    ...fragt Volker Weidermann in einem FAZ-Artikel vom 3. Juni 2007. Anlass für den Text über "Holzfällen" ist das Erscheinen von Band 7 der Bernhard-Werkausgabe bei Suhrkamp. Weidermann schreibt unter anderem über ein Treffen zwischen Siegfried Unseld und Thomas Bernhard am 7. April 1984, als zweiterer gerade seinen Roman "Holzfällen" vollendet hat und ersterer noch nicht weiß, was auf ihn zukommen wird. "Fast alle Protagonisten von damals sind heute tot. Siegfried Unseld, Thomas Bernhard, das Ehepaar Lampersberg, auch Jeannie Ebner, die als Jeannie Billroth im Buch eine besonders unerfreuliche Rolle spielt. Keiner von ihnen lebt noch". - ORF-Bericht über die Gesamtausgabe. Hinweis aus Wortspiele.

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    Donnerstag, Oktober 11, 2007

    Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts: keine Jeannie Ebner

    Ich finde es immer wieder interessant, in welchen Nachschlagewerken und in welcher Sekundärliteratur zur Literatur bzw. Frauenliteratur des 20. Jahrhunderts Jeannie Ebner nicht behandelt wird. Im von Ursula Heukenkamp und Peter Geist herausgegebenen Band "Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts" (Erich Schmidt-Verlag 2006) kommt Ebner nur an einer Stelle vor: Im Beitrag von Carola Opitz-Wiemers über Christine Lavant heißt es: "Die Lampersbergs führen in den 50er Jahren den im Zentrum des Wallfahrtsortes Maria Saal gelegenen 'Tonhof', der neben Thomas Bernhard, H.C. Artmann, Jeannie Ebner oder Peter Turrini auch Lavant solange als 'Relaisstation des Geistes' gilt, da sie schöpferisch tätig sein konnte" (S. 357).
    Übrigens für mich ein wenig verwunderlich, dass in einem 2006 erschienenen Band im Titel keine Rede von Lyrikerinnen ist, und diese sind mit Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Friederike Mayröcker... durchaus vertreten, wenn auch mit einem Verhältnis von vierundfünfzig Männern, sechs Aufsätzen über Gruppierungen bzw. Epochen und neun Frauen etwas unterrepräsentiert. Link zum Inhaltsverzeichnis.

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    Mittwoch, Oktober 10, 2007

    "Holzfällen" im Theater

    Bis 17. Dezember ist im Salzburger Landestheater eine Bühnenfassung von Thomas Bernhards "Holzfällen" zu sehen. Claudia Dölker verkörpert darin sowohl Frau Auersperger als auch Jeannie Billroth. - Bilder der Aufführung gibt's bei theaterfoto.at zu sehen. - Ein "Gespräch zur Inszenierung" findet am 11. Oktober um 19.30 Uhr im Kammerfoyer (bei freiem Eintritt) statt.
    Werner Thuswaldner kommentiert in seinem Artikel "Böser Dichter isst zu Abend", der am 24. September in den Salzburger Nachrichten erschienen ist: "Dass der Roman nach seinem Erscheinen einen Skandal ausgelöst hat, weil Bernhard ehemalige engste Freunde, das Ehepaar Lampersberg, aber auch die Schriftstellerin Jeannie Ebner durch den Dreck gezogen hat, ist im Zusammenhang mit der Aufführung kein Thema". Der Kritik im Standard gab "gugg" den Titel "Aufgewärmte Skandalkonserve".

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    Dienstag, Oktober 09, 2007

    Der "Glanz weiblicher Güte und Wärme"

    Nun nimmt auch schon mein Freundes- und Bekanntenkreis regen Anteil an meiner Arbeit: Ein Kollege hat mir den Aufsatz "Die Dichtung gibt Antwort. Ein Versuch über Jeannie Ebner" von Walter Buchebner zukommen lassen - erschienen in "Wort in der Zeit" 8 (1962) 9, S. 3 - 10. Ein Zitat daraus: "Unvergeßlich ... die Stunden des Gesprächs mit der Dichterin, deren Ruhm über die Grenzen des Landes längst hinausgedrungen ist. Das Zimmer milchig vom Zigarettenrauch. Dicht die Präzision der gesprochenen Sätze. Das Wort klar und ohne Übertreibung gesetzt. Oft mit erstaunlicher männlicher Kraft und doch überstrahlt vom Glanz weiblicher Güte und Wärme" (S. 5).

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    Donnerstag, Oktober 04, 2007

    Wieder beim Seminar

    Ich habe beschlossen, in diesem Semester wieder das DiplomandInnenkolloquium zu besuchen - ich denke, eine gewisse Regelmäßigkeit und damit eine gewisse Struktur im Arbeiten wird meine Arbeit besser voranschreiten lassen. Ich war erfreut bis erleichtert, dass mir die überwiegende Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon aus dem letzten Semester bekannt ist - ich bin also nicht die einzige, die noch nicht fertig ist. Wer will denn da schon so genau sein und feststellen, dass viele der bekannten KollegInnen keine Diplomarbeiten, sondern zum Teil höchst ambitiöse Dissertationsprojekte verfolgen ;-)

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    Freitag, September 28, 2007

    Übermalung der Finsternis

    Im von Georg Bydlinski und Franz M. Rinner herausgegebenen Band "Neue Gedichte aus Österreich. Übermalung der Finsternis" ist auch ein Beitrag von Jeannie Ebner enthalten. Erschienen 1994 bei der edition umbruch in Mödling-Wien. Restexemplare gibt es direkt beim Herausgeber, ansonsten Antiquarisch unter anderem via ZVAB erhältlich.

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    Freitag, September 14, 2007

    Frauenleben

    In der Datenbank AUFFACTS bin ich darauf gestoßen, dass Jeannie Ebners Gedicht "Ein Frauenleben" in dem von Ingeborg und Rodja Weigand herausgegebenen Band "Viele von uns denken noch sie kämen durch wenn sie ganz ruhig bleiben. Deutschsprachige Gegenwartslyrik von Frauen mit zwölf Zeichnungen von Gertrude Degenhardt" abgedruckt wurde. Erschienen 1978 im Schwiftinger Galerie-Verlag und 1988 als Taschenbuchausgabe unter dem Titel "Wodurch ich anders bin. Gedichte von Frauen" bei Heyne.

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    Montag, September 10, 2007

    Jeannie Ebner im Radiokolleg

    Ein dreizehnminütiger Beitrag aus der Reihe "Nachrichten aus der Nuss-Schale" des Radiokollegs auf Ö1 war am 13. August 2007 Jeannie Ebners Lyrik gewidmet. Die anderen beiden Teile widmen sich Erika Burkart und Ute Andresen. "Eine literarische Spurensuche zu drei Autorinnen, die mit ihren Gedichtbänden immer ein wenig abseits des lauten Literaturbetriebs standen..." Da freue ich mich sehr über mein Downloadabo!
    Die Sendung berichtet sogar über den Nachlass in der Wienbibliothek und interviewt Hermann Böhm, den Leiter der Handschriftensammlung. Sie sei wie u.a. Gerhard Fritsch ein "Movens für die neue Literatur" nach 1945 in Österreich gewesen - ohne selbst ganz radikal neue Literatur selbst zu machen, habe sie anderen Wege geebnet. Ihr umfassender Briefwechsel sei im Nachlass sehr gut dokumentiert. Gerhard Ruiss' Nachruf von 2004 wird auch zitiert.

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    Dienstag, Juli 31, 2007

    "sympathische Kettenraucherin"

    Im Forum "Kunst und Literatur im Internet" der gruppe-vier-w schreibt Wolfgang Ratz: "Ich hab die Jeannie Ebner noch persönlich kennengelernt, eine sympathische Kettenraucherin. Sie war damals schon halb taub, und ihr donnerndes "Ich hör nix" bei Lyriklesungen legendär. Ihre Gedichte sind an klassische Vorbilder angelehnt, aber nicht epigonal; es ist immer eine/ihre eigene Stimme zu hören". - Gefunden mit Metager.

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    Donnerstag, Juli 26, 2007

    "Reinigungs- und Kontrollarbeiten"

    Genau wenn ich Urlaub habe, ist die Wienbibliothek geschlossen: "Von 6. August bis 26. August 2007 ist die Bibliothek wegen der jährlichen Reinigungs- und Kontrollarbeiten geschlossen" :-(
    Naja, muss eben sein, das verstehe ich ja, ich werde mich einfach auf die bisher recherchierten Sachen stürzen, ich habe ohnedies schon drei dicke Mappen voll Sekundärliteratur und noch jede Menge Primärliteratur zu lesen.

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    Montag, Juli 23, 2007

    Ebner bei World Wide Science

    World Wide Science ist eine neue, auf wissenschaftliche Quellen spezialisierte Suchmaschine, die verschiedene geprüfte Quellen absucht und anscheinend als Gegengewicht zu Google Scholar fungieren soll ("WorldWideScience.org is the prototype for a global science gateway connecting you to national and international scientific databases"). Zu Jeannie Ebner habe ich hier aber nur Buchpublikationen aus Bibliothekskatalogen über Vascoda gefunden. Auch bei Scirus wurde ich nicht wirklich fündig. - Über Google Scholar, das ich in regelmäßigen Abständen verwende, bin ich dagegen wieder auf einen neuen Artikel gestoßen, in dem Jeannie Ebner behandelt wird: "Between Regeneration and Stagnation: The Dislocation of Austrian Poetry in the Decade after 1945" von Anthony Bushell, erschienen in den Austrian Studies, Ausgabe 12 (2004) 1.

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    Montag, Juli 09, 2007

    Ausverkaufte Gedichte

    Dieter Scherr führte mit Manfred Chobot ein Interview über die Taschenbuchreihe "Lyrik aus Österreich", die seit 1976 beim Badener Verlag Grasl erscheint. Darin bemerkt Scherr, dass der erste ausverkaufte Band von Jeannie Ebner stamme, und Chobot antwortet: "Der erste Band von Jeannie Ebner hat sich gut verkauft. Der andere ist hingegen noch erhältlich. Die Vermutung, daß die Käufer des einen Bandes auch den zweiten kaufen, trifft offenbar nicht zu. Der Band von Peter Henisch ist vergriffen, ein Band von Peter Paul Wiplinger. Die ersten beiden Bände von Hans Heinz Hahnl haben sich weitaus besser verkauft als der dritte. Die Gedichte eines Bandes sind ja wohl nicht besser als die des anderen. Sind es Moden? Sind es Zufälle? Eine gute Rezension vielleicht? Kriterien, die undurchschaubar sind".

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    Outside the literary canon

    Margarete Lamb-Faffelberger schreibt in ihrem Aufsatz "Out from the Shadows: On Contempory Austrian Literature and Film created by Women", der 1999 in der Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften TRANS erschienen ist: "Outside the literary canon as well as the male-dominated avant-garde art scene, the young Nachkriegsgeneration (post WW II generation) of Austrian women writers made their debut on the literary stage, for instance Marlen Haushofer, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Jeannie Ebner, Friederike Mayröcker, Christine Busta, and Christine Lavant. Born in the late 1910s and early 1920s and having come of age during the bitter Nazi years, these women searched for their own voice in order to effectively articulate the realities of their lives".

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    Paul Wimmers Nachruf...

    ..."Der Lehrstoff ist das Leben. Zum Gedenken an Jeannie Ebner" ist mir heute untergekommen. Er ist in Ausgabe 2/2004 der Zeitschrift der Erika Mitterer Gesellschaft, "Der literarische Zaunkönig", erschienen (S. 29 - 31) und als pdf abzurufen.
    Wimmer schreibt unter anderem: "Charakteristisch für ihren Erzählstil ist die Verzahnung von Traum und Wirklichkeit, die Überschneidung von realen und irrealen Seinsebenen, der Wille zur Sinngebung. (...) Alles konnte ihr Anlass zum Gedicht werden, ein Blick aus dem Fenster ihrer kleinen Wohnung in der Schloßgasse in Wien, ein Gemälde, ein Baum, eine Schutthalde, aber auch eine Rätselfigur wie Turandot, eine Blüte".

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    Gallows songs

    Ich habe mir am vorletzten Wochenende Jeannie Ebners Übersetzung von Christian Morgensterns Galgenliedern gekauft, die 1996 beim Wiener Neustädter merbod-Verlag erschienen ist. Ein kurzes Beispiel:
  • Original: Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn und Wind, frei von ihrem Alltagslose auf ihr wahres Selbst besinnt.
  • Übersetzung: Holy be thy underwear, pants in wind and sun are free, freed from everyday's despair, sensing what they're meant to be.
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    Jeannie Ebner und das Kontrollamt

    Sogar Kontrollamtsberichte findet man, wenn man in einer Suchmaschine nach Jeannie Ebner sucht (diesmal ask.com): und zwar bei der Prüfung der an der Wienbibliothek beheimateten Kamilla und Wolfgang Waniek-Stiftung durch das Wiener Kontrollamt: "Im Jahr 1998 war aus den Erträgnissen der Stiftung ein Betrag von S 35.000,– (entspricht 2.543,55 EUR) als Druckkostenzuschuss für die Herausgabe zweier Bücher von Fritz Hochwälder und Jeannie Ebner verwendet worden. Diese Verwendung hatte den Satzungen entsprochen".

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