Mittwoch, Dezember 26, 2007

Bibliographie 2001 -

Primärliteratur

  • Wimmer, Paul (Red.): Lichtsignale. Ausgewählte Gedichte. St. Pölten: Podium 2005 (= Podium-Porträt 21)
  • Sekundärliteratur

  • Thuswaldner, Anton: "Böser Dichter isst zu Abend". In: Salzburger Nachrichten, 24. September 2007
  • Weidermann, Volker: "Wie wahr darf Kunst sein?". In: FAZ, 3. Juni 2007
  • Schmid-Bortenschlager, Sigrid: "Beziehungen. Beobachtungen zur Rolle von Schriftstellerinnen in der österreichischen Nachkriegsliteratur". In: Kunzelmann, Heide (Hrsg.): Kontinuitäten und Brüche. Österreichs literarischer Wiederaufbau nach 1945. Wien: Athena 2006, S. 63 – 75
  • Schmid-Bortenschlager, Sigrid: "Österreichische Literatur von Frauen in den fünfziger Jahren". In: Białek, Edward / Żyliński, Leszek (Hrsg.): Die Quarantäne. Deutsche und österreichische Literatur der fünfziger Jahre zwischen Kontinuität und Neubeginn. 2., erw. Aufl. Wrocław / Dresden: Neisse-Verl. 2006, S. 59 – 80
  • Wimmer, Paul: "Der Lehrstoff ist das Leben. Zum Gedenken an Jeannie Ebner" In: Der literarische Zaunkönig 2 (2004), S. 29 - 31
  • Neissl, Julia: "Zwischen Anpassung und Aufbegehren. Junge Autorinnengeneration in Österreich nach 1945 und ihre Auseinandersetzung mit Sexualität". In: Caemmerer, Christiane et al. (Hrsg.): Erfahrung nach dem Krieg. Autorinnen im Literaturbetrieb 1945 – 1950. Frankfurt: Peter Lang 2002, S. 57 – 68
  • Schmidjell, Christine: "Mauerblümchen, na und? Beispiele aus der österreichischen Literatur der fünfziger und sechziger Jahre". In: Strigl, Daniela (Hrsg.): Frauen verstehen keinen Spaß. Wien: Zsolnay 2002 (= Profile 9)
  • Donnerstag, November 29, 2007

    Buchpräsentation "Gerhard Fritsch" am 4. Dezember

    Die umfassende Monographie Stefan Alkers "Das Andere nicht zu kurz kommen lassen. Werk und Wirken von Gerhard Fritsch", erschienen bei Braumüller 2007, wird am Dienstag, dem 4. Dezember 2007, um 19 Uhr 30 im Lesesaal der Wienbibliothek, Rathaus, Stiege 4, 1.Stock, 1082 Wien vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Sylvia Mattl-Wurm und einleitenden Worten von Konstanze Weber sprechen Wendelin Schmidt-Dengler und Stefan Alker miteinander über das Buch. - Ich habe nun in die zugrundeliegende Dissertation reingelesen (das Buch war ausgeliehen und vorgemerkt), aber leider nicht viel über Jeannie Ebner gefunden, nicht einmal in dem Abschnitt über "Literatur & Kritik". Dafür waren für mich als Bibliothekarin die Passagen über Fritsch als Bibliothekar (er war ja einige Jahre bei den Büchereien Wien tätig) und Fritsch' Kampf gegen "Schmutz und Schund" sehr interessant.

    Freitag, November 09, 2007

    Jeannie Ebner-Bibliographie

    Ich werde nun die Liste der Literatur von und zu Jeannie Ebner auch online sammeln und hier zur Verfügung stellen. Die Angaben werden laufend ergänzt - ich fange einfach mal mit dem an, was mir unterkommt.
  • 1941 - 1950
  • 1951 - 1960
  • 1961 - 1970
  • 1971 - 1980
  • 1981 - 1990
  • 1991 - 2000
  • 2000 -
  • Bibliographie 1961 - 1970

    Primärliteratur

  • Figuren in Schwarz und Weiß. Roman. Gütersloh: Mohn 1964
  • Buchebner, Walter (Hrsg.): Im Schatten der Göttin. Graz/Wien: Stiasny 1963 (= Stiasny Bücherei 137)
  • Die Götter reden nicht. Erzählungen. Gütersloh: Mohn 1961
  • Sekundärliteratur

  • Buchebner, Walter: "Die Dichtung gibt Antwort. Ein Versuch über Jeannie Ebner". In: Wort in der Zeit 8 (1962) 9, S. 3 - 10
  • Übersetzungen

  • Dayan, Yael: Der Tod hat zwei Söhne. Roman. 2. Aufl. Wien: Molden 1968
  • Dayan, Yael: Spuren im Staub. Roman. Deutsche Erstveröffentlichung. München: Non Stop Bücherei 1968
  • Madariaga, Salvador de: Über Don Quijote. Wien/München: Molden 1965
  • Bibliographie 1951 - 1960

    Primärliteratur

  • Die Wildnis früher Sommer. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1958
  • Gesang an das Heute. Gedichte, Gesichte, Geschichten. Wien: Jungbrunnen-Verlag 1952 (= Junge österreichische Autoren 9)
  • Sekundärliteratur

    Bibliographie 1981 - 1990

    Primärliteratur

  • Papierschiffchen treiben. Erlebnis einer Kindheit. Graz/Wien: Styria 1987
  • Jörg Mauthe (Hrsg.): Neues Wiener Lesebuch. Wien: Wiener Journal 1985 [Details zu Beitrag fehlen noch]
  • Der Königstiger. Erzählung. 3. Aufl. Graz/Wien: Styria 1984
  • Aktäon. Novelle. Graz /Wien: Styria 1983
  • Drei Flötentöne. Roman. Lizenzausgabe. Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1983 / Kremayr & Scheriau 1984
  • Drei Flötentöne. Roman. 1. - 3. Tsd. Graz/Wien: Styria 1981 / 2. Aufl. Graz/Wien: Styria 1983
  • Ebner, Jeannie: "Literatur weiblicher Autoren - ja! Aber wieso Frauenliteratur?". In: Kleiber, Carina / Tunner, Erika (Hrsg.): Beiträge des Internationalen Kolloquiums Frauenliteratur in Österreich von 1945 bis heute. Bern: Peter Lang 1986, S. 55 - 61
  • Sekundärliteratur

  • Kleiber, Carine: "Jeannie Ebners emanzipatorische Bestrebungen". In: dies. / Tunner, Erika (Hrsg.): Beiträge des Internationalen Kolloquiums Frauenliteratur in Österreich von 1945 bis heute. Bern: Peter Lang 1986, S. 79 - 86
  • Schmölzer, Hilde: "Jeannie Ebner. Daß ich an einen Sinn glaube, das genügt". In: dies.: Frau sein & schreiben. Österreichische Schriftstellerinnen definieren sich selbst. Wien: ÖBV 1982, S. 54 – 61
  • Cella, Ingrid: "'Das Rätsel Weib' und die Literatur: Feminismus, feministische Ästhetik und die neue Frauenliteratur in Österreich". In: Zeman, Herbert (Hrsg.): Studien zur österreichischen Erzählliteratur der Gegenwart. Amsterdam: Rodopi 1982, S. 189 – 228
  • Übersetzungen

  • Richard Bach: Die Möwe Jonathan. 27. Aufl. Berlin: Ullstein 1984 [Jonathan Livingston seagull]
  • Bücher, die ich schon gelesen habe

    Um die Übersicht zu bewahren, notiere ich hier die Bücher und Sammelbände, die ich schon gelesen habe:
  • Aktäon
  • ...und hat sein Geheimnis bewahrt
  • Drei Flötentöne
  • Figuren in Schwarz und Weiß
  • Wildnis früher Sommer
  • Flucht- und Wanderwege
  • Der Genauigkeit zuliebe. Tagebücher 1942 - 1980
  • Papierschiffchen treiben
  • Die neue Penelope
  • Der Königstiger
  • Donnerstag, November 08, 2007

    In den eigenen Roman vertieft

    Bei nahezu allen literarischen Texten von Jeannie Ebner, die ich bisher gelesen habe, muss ich mich über weite Strecken zum Lesen zwingen. Vielleicht bin ich durch das viele Krimi-Schauen und Science Fiction-Lesen schon so plot-fixiert, dass ich eine Anhäufung handlungsarmer Passagen nicht mehr aushalte, ich weiß es nicht ;-) Und meine hierblogs geäußerte Ansicht über "Drei Flötentöne", dass der Verleger oder Lektor sich hätte einschalten müssen, um aus einem Buch mit guten Ansätzen ein gutes Buch zu machen, würde ich mittlerweile getrost auch auf andere Texte anwenden.
    Aber dann immer wieder rührt eine Szene mich plötzlich an: "Ich sah uns beide, ein Paar, Hand in Hand dasitzen, indes jeder in einem Buch las. Jeder war in seinen eigenen Roman vertieft, war woanders, innerlich weit fort; aber sooft einer von uns umblätterte oder ein neues Kapitel begann, wurde er sich kurz der Nähe und Wärme der Hand bewußt, die er hielt" (...und hat sein Geheimnis bewahrt. Roman. Styria 1991, S. 98).
    Und dann weiß ich wieder, warum ich weitergelesen habe - es werden immer wieder kleine Situationen so geglückt und treffend festgehalten. Manchmal werden auch Figuren mit ganz wenigen Worten charakterisiert und kommen der Leserin gleich vertraut vor.

    Leichtfüssig

    In der Reihe "Magazin" der Wienbibliothek ist als Band 4 "Leichtfüßig" von Jeannie Ebner erschienen. Kann aber auf der Website die Seite nicht mehr finden, auf der ich das gelesen habe, dabei wollte ich mir das eigentlich kaufen.
    Update 8.11.:Ich habe mir den Band per Fernleihe aus Salzburg bestellt. Das 24seitige Heft beinhaltet auf dottergelbem Papier ein Selbstportrait, verschiedene gedruckte und handgeschriebene Texte Ebners, einen Brief von Christine Busta, Photos, eine Auswahlbibliographie und den Text "Das Wagnis, die Welt ins Gleichnis zu bannen" von Kurt Klinger: "Es begann die bis heute nachwirkende neue Ideologisierung der Literatur, die den 'Zwischenwelten' Jeannie Ebners und der mythischen Tiefendimension ihrer Texte das Verständnis versagte"...

    Montag, November 05, 2007

    Das Andere nicht zu kurz kommen lassen

    Das Buch "Das Andere nicht zu kurz kommen lassen. Werk und Wirken von Gerhard Fritsch" von Stefan Alker ist als Band 23 der Reihe "Wiener Arbeiten zur Literatur" bei Braumüller erschienen. Der Verlag schreibt dazu: "Anhand des erstmals untersuchten Materials aus dem Nachlass unternimmt der Germanist Stefan Alker eine Relektüre von Werk, literarhistorischer Position und literaturbetrieblicher Rolle des Schriftstellers. Unbekannte Entwürfe, zahlreiche Stellungnahmen, erstmals veröffentlichte Korrespondenz und persönliche Notizen aus den Tagebüchern des Autors geben ein völlig neues Bild, bei dem das 'Andere' der österreichischen Literatur und des behandelten Autors nicht zu kurz kommen".

    Freitag, November 02, 2007

    Jeannie Ebner: Bibliographie 1991 - 2000

    Primärliteratur

  • Flucht- und Wanderwege. St. Pölten: Literaturedition Niederösterreich 1998
  • "Danke". In: Vujica, Elke (Hrsg.): Im Dialog mit Hans Weigel. Freunde und Weggefährten erinnern sich. Graz/Wien: Styria 1998, S. 41 f.
  • Korolevskij tigr. Povest'. Perevod s nemeckogo Galiny Snežinskoj. Sankt Petersburg: Symposium 1998 (= Avstrijskaja biblioteka v Sankt-Peterburge)
  • Trenkler, Gerhard (Hrsg.): Die neue Penelope. Ein Jeannie-Ebner-Lesebuch. Graz/Wien: Styria 1998
  • Der Genauigkeit zuliebe. Tagebücher 1942 - 1980. Graz/Wien 1993
  • Würtz, Herwig (Hrsg.): Leichtfüß:ig. Wien: Wiener Stadt- und Landesbibliothek 1993 (= Magazin der Wiener Stadt- und Landesbibliothek 4)
  • Sämtliche Gedichte. 1940 - 1993. Wiener Neustadt: Merbod 1993
  • Three flute notes. Transl. and with an afterword by Lowell A. Bangerter. Riverside: Ariadne Press 1993 (= Studies in Austrian literature, culture, and thought)
  • The Bengal tiger. Transl. and with an afterword by Lowell A. Bangerter. Riverside: Ariadne Press 1992 (= Studies in Austrian literature, culture, and thought)
  • Zauberer und Verzauberte. Graz/Wien: Styria 1992
  • Der Königstiger. Erzählung. Sprecherin: Lilo von Plüskow. Gekürzte Fassung. Murrhardt: Schumm 1992 (= Schumm sprechende Bücher)
  • ... und hat sein Geheimnis bewahrt. Roman. Graz/Wien: Styria 1991
  • Sekundärliteratur

  • Kandolf, Hans Gerhard: Die Pürgger Dichterwochen 1953 – 1954 – 1955. Bad Aussee: Verein der Freunde des Kammermuseums 1997
  • Lamb-Faffelberger, Margarete: "Out from the Shadows: On Contempory Austrian Literature and Film created by Women". In: Trans 7 (1999)
  • Gürtler, Christa: "Zum Paradigma der Frauenliteratur in Österreich. Über die (Un-)Möglichkeit der Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit". In: Schmidt-Dengler, Wendelin et al. (Hrsg.): Konflikte - Skandale - Dichterfehden in der österreichischen Literatur. Berlin: Erich Schmidt 1995, S. 267 - 279
  • Schreiber, Hermann: "Werkstattgespräche". In: Literatur und Kritik 281+282 (1994), S. 97 - 99 (Rezension zu: Ebner, Jeannie: Der Genauigkeit zuliebe)
  • Suchy, Viktor: "Die Traumhäuptige: Traum und Wirklichkeit im Werk Jeannie Ebners". In: Lunzer, Heinz (Hrsg.), Suchy, Viktor (gefeierte Person): Studien zur österreichischen Literatur. Wien: Dokumentationsstelle für Neuere Österreichische Literatur im Literaturhaus 1992, S. 259 – 272 (Zuerst in: Literatur und Kritik 1988, S. 335 – 348)
  • Schmidjell, Christine: "'Geh ohne Mantel und vergiß, was deine Heimat war': Hertha Kräftner und die Generation 'Junger Autorinnen' nach 1945". In: Walter Buchebner-Literaturprojekt: Das Schreiben der Frauen in Österreich seit 1950. Wien: Böhlau 1991, S. 9 – 21
  • Wurzrainer, Edith: Themenkonstanten im Roman-Werk von Jeannie Ebner. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1991
  • "Jeannie Ebner". In: Katharina M. Wilson (Hrsg.): Encyclopedia of continental women writers". St. James Press 1991, S. 360
  • Gürtler, Christa: "'...weil ja fast alle Frauen stumm dabeisaßen'. Debüts österreichischer Schriftstellerinnen 1945-1950". In: Walter Buchebner-Literaturprojekt: Das Schreiben der Frauen in Österreich seit 1950. Wien: Böhlau 1991, S. 203 - 214
  • Übersetzungen

  • Bach, Richard: Die Möwe Jonathan. 4. Aufl. Berlin: Ullstein 1992
  • Bach, Richard: Die Möwe Jonathan. 7. Aufl. Berlin: Ullstein 1996
  • Morgenstern, Christian: Galgenlieder = Gallows songs. Wiener Neustadt: Merbod 1996
  • Mittwoch, Oktober 31, 2007

    Gliederungsidee für die Diplomarbeit

    Gestern beim DiplomandInnenseminar hatte ich während eines sehr interessanten Referats über die Straßenbahn bei Heimito von Doderer eine Eingebung, was die Gliederung meiner Diplomarbeit betrifft (das Referat war wirklich interessant, vielleicht deswegen inspirierend). Die Idee ist, jeweils anhand von Äußerungen und Lebenserfahrungen Ebners und anhand von fiktiven Frauenfiguren in einer ausgewählten Werkzahl verschiedene "Frauenthemen" (soviele Anführungszeichen kann ich gar nicht machen, wie da gehören würden) zu beleuchten. Hier der erste Entwurf.

  • sexuelles Erwachen - dazu passt Pin in "Die Wildnis früher Sommer"
  • Abtreibung - Ebners Erzählung "Das Bett" mit Verweis auf Aichingers "Spiegelgeschichte"
  • freiwillige Kinderlosigkeit - dazu gibt es zahlreiche Briefpassagen
  • evtl. Eheschließung und Eheleben
  • Mehrfachbelastung - gerade dazu gibt es sehr viel, und das lässt sich gut mit "Frauen im Literaturbetrieb nach 1945" verbinden
  • selbstbestimmte Berufswahl und Akzeptanz im Beruf - u.a. Therese in "Figuren in Schwarz und Weiß" und Ich-Erzählerin in "... und hat sein Geheimnis bewahrt". Dazu passt aber auch Autobiographisches, wie die "ein Bursch direkt"-Anekdote.
  • sexuelles Begehren im Alter - Novelle "Aktäon", die ja laut Ebnerscher Aussage sehr autobiographisch ist
  • evtl. Selbstmord - zahlreiche Beispiele, z.B. Drei Flötentöne. Darauf muss ich auf jeden Fall eingehen, aber vielleicht besser auch bei der Behandlung der Selbstmord begehenden Figuren innerhalb anderer Abschnitte.
  • Fertig mit "Wildnis früher Sommer"

    Nachdem ich mit der über weite Strecken erfreulichen Lektüre von "Die Wildnis früher Sommer" (1958) - der Titel stammt übrigens von Thomas Bernhard - fertig bin, habe ich mich auf "Die Götter reden nicht" (1961) verlagert. Bin nach den ersten hundert Seiten skeptisch, ob die Bezeichnung "Roman" den vorliegenden Text wirklich trifft.

    Update: Wäre kein Wunder, denn "Die Götter reden nicht" ist ein Erzählband, ;-) Ich komme schon ganz durcheinander. Das Buch, das ich begonnen habe, ist jedenfalls "... und hat sein Geheimnis bewahrt".

    Mittwoch, Oktober 24, 2007

    Ebner beim Bachmannpreis

    Ich hatte zwar Jeannie Ebners Kritik an Marcel Reich-Ranickis Verhalten beim Bachmannpreis gelesen und darüber auch hierblogs geschrieben, aber nicht realisiert, dass sie als Autorin, nicht als Jurorin oder Zuschauerin am Bachmannpreis teilgenommen hat - zumindest wird sie auf der ORF-Seite zu 25 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis im Jahr 1978 als solche gelistet - neben Leuten wie Helmut Eisendle, Christine Haidegger, Angelika Mechtel, Ulrich Plenzdorf, Jutta Schutting und O.P. Zier. Zur Jury gehörte in diesem Jahr nicht nur der kritisierte Reich-Ranicki, sondern auch u.a. Gertrud Fussenegger, Peter Härtling, Adolf Muschg, Hilde Spiel und Hans Weigel.

    Dienstag, Oktober 23, 2007

    Elegante, beckenlose Geschöpfe

    Gestern beim Nachhausefahren habe ich mir überlegt, dass ich heute in diesem Weblog schreiben würde: "Weil ich noch immer keine DVB-T-Box habe, habe ich - statt 'Grey's anatomy' zu schauen - begonnen, ein weiteres Buch von Jeannie Ebner zu lesen". Nun, auf wundersame Weise konnte ich trotz Abschaltung des analogen Signals ORF1 empfangen (allerdings sehr schlecht) - und plötzlich auch ATV in bester Qualität, was ich bisher gar nicht reinbekommen habe. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe nun also wider Erwarten Grey's Anatomy (ORF1) und Stargate (ATV) geschaut, aber dennoch mit einem Buch von Jeannie Ebner begonnen - "Die Wildnis früher Sommer (meine Ausgabe: Kremayr & Scheriau 1978).
    Zitat: "Zwar hatte er jetzt Freundinnen in der Stadt, elegante, beckenlose Geschöpfe, die nach Seife und reiner, parfümierter Wäsche dufteten, aber in den schwarzen Zöpfen der Köchin hing, neben dem Dunst des Spülwassers, dem Bratengeruch und Gemüsebrodem, dennoch ein wenig fremdes Gewürz, süßlich und gepfeffert zugleich" (S. 156).

    Montag, Oktober 15, 2007

    "Wie wahr darf Kunst sein?"...

    ...fragt Volker Weidermann in einem FAZ-Artikel vom 3. Juni 2007. Anlass für den Text über "Holzfällen" ist das Erscheinen von Band 7 der Bernhard-Werkausgabe bei Suhrkamp. Weidermann schreibt unter anderem über ein Treffen zwischen Siegfried Unseld und Thomas Bernhard am 7. April 1984, als zweiterer gerade seinen Roman "Holzfällen" vollendet hat und ersterer noch nicht weiß, was auf ihn zukommen wird. "Fast alle Protagonisten von damals sind heute tot. Siegfried Unseld, Thomas Bernhard, das Ehepaar Lampersberg, auch Jeannie Ebner, die als Jeannie Billroth im Buch eine besonders unerfreuliche Rolle spielt. Keiner von ihnen lebt noch". - ORF-Bericht über die Gesamtausgabe. Hinweis aus Wortspiele.

    Donnerstag, Oktober 11, 2007

    Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts: keine Jeannie Ebner

    Ich finde es immer wieder interessant, in welchen Nachschlagewerken und in welcher Sekundärliteratur zur Literatur bzw. Frauenliteratur des 20. Jahrhunderts Jeannie Ebner nicht behandelt wird. Im von Ursula Heukenkamp und Peter Geist herausgegebenen Band "Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts" (Erich Schmidt-Verlag 2006) kommt Ebner nur an einer Stelle vor: Im Beitrag von Carola Opitz-Wiemers über Christine Lavant heißt es: "Die Lampersbergs führen in den 50er Jahren den im Zentrum des Wallfahrtsortes Maria Saal gelegenen 'Tonhof', der neben Thomas Bernhard, H.C. Artmann, Jeannie Ebner oder Peter Turrini auch Lavant solange als 'Relaisstation des Geistes' gilt, da sie schöpferisch tätig sein konnte" (S. 357).
    Übrigens für mich ein wenig verwunderlich, dass in einem 2006 erschienenen Band im Titel keine Rede von Lyrikerinnen ist, und diese sind mit Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Friederike Mayröcker... durchaus vertreten, wenn auch mit einem Verhältnis von vierundfünfzig Männern, sechs Aufsätzen über Gruppierungen bzw. Epochen und neun Frauen etwas unterrepräsentiert. Link zum Inhaltsverzeichnis.

    Mittwoch, Oktober 10, 2007

    "Holzfällen" im Theater

    Bis 17. Dezember ist im Salzburger Landestheater eine Bühnenfassung von Thomas Bernhards "Holzfällen" zu sehen. Claudia Dölker verkörpert darin sowohl Frau Auersperger als auch Jeannie Billroth. - Bilder der Aufführung gibt's bei theaterfoto.at zu sehen. - Ein "Gespräch zur Inszenierung" findet am 11. Oktober um 19.30 Uhr im Kammerfoyer (bei freiem Eintritt) statt.
    Werner Thuswaldner kommentiert in seinem Artikel "Böser Dichter isst zu Abend", der am 24. September in den Salzburger Nachrichten erschienen ist: "Dass der Roman nach seinem Erscheinen einen Skandal ausgelöst hat, weil Bernhard ehemalige engste Freunde, das Ehepaar Lampersberg, aber auch die Schriftstellerin Jeannie Ebner durch den Dreck gezogen hat, ist im Zusammenhang mit der Aufführung kein Thema". Der Kritik im Standard gab "gugg" den Titel "Aufgewärmte Skandalkonserve".

    Dienstag, Oktober 09, 2007

    Der "Glanz weiblicher Güte und Wärme"

    Nun nimmt auch schon mein Freundes- und Bekanntenkreis regen Anteil an meiner Arbeit: Ein Kollege hat mir den Aufsatz "Die Dichtung gibt Antwort. Ein Versuch über Jeannie Ebner" von Walter Buchebner zukommen lassen - erschienen in "Wort in der Zeit" 8 (1962) 9, S. 3 - 10. Ein Zitat daraus: "Unvergeßlich ... die Stunden des Gesprächs mit der Dichterin, deren Ruhm über die Grenzen des Landes längst hinausgedrungen ist. Das Zimmer milchig vom Zigarettenrauch. Dicht die Präzision der gesprochenen Sätze. Das Wort klar und ohne Übertreibung gesetzt. Oft mit erstaunlicher männlicher Kraft und doch überstrahlt vom Glanz weiblicher Güte und Wärme" (S. 5).

    Donnerstag, Oktober 04, 2007

    Wieder beim Seminar

    Ich habe beschlossen, in diesem Semester wieder das DiplomandInnenkolloquium zu besuchen - ich denke, eine gewisse Regelmäßigkeit und damit eine gewisse Struktur im Arbeiten wird meine Arbeit besser voranschreiten lassen. Ich war erfreut bis erleichtert, dass mir die überwiegende Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon aus dem letzten Semester bekannt ist - ich bin also nicht die einzige, die noch nicht fertig ist. Wer will denn da schon so genau sein und feststellen, dass viele der bekannten KollegInnen keine Diplomarbeiten, sondern zum Teil höchst ambitiöse Dissertationsprojekte verfolgen ;-)