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Montag, Juli 23, 2018

Auf der Suche nach dem Jeannie-Ebner-Weg

Mit Beschluss des Kulturausschusses vom 5. April 2016 wurde ein Weg nach Jeannie Ebner benannt, und zwar in Floridsdorf im Bereich Gaswerk Leopoldau. Google Maps kennt den Weg gar nicht, und der Wien-Stadtplan findet ihn zwar, aber er dürfte so klein sein, dass er am Stadtplan nicht beschriftet ist - man kann nur erahnen, wo er ist. Hausnummern gibt es jedenfalls nicht.

Nach einigem Suchen hab ich ihn jetzt doch gefunden: Man muss auf Wien Kulturgut gehen und "Topographische Objekte aus dem WienGeschichteWiki" einblenden. Dann sieht man, dass es ein kleiner Fußweg ist.

Link zum Stadtplan.

Sonntag, Juli 22, 2018

Buchbeitrag und Lesung

Es gibt Neuigkeiten: Ich wurde eingeladen, einen Beitrag über Jeannie Ebner zu schreiben und an einer Veranstaltung zu ihrem hundertsten Geburtstag mitzuwirken. Ich freue mich, meine bisherige Arbeit nutzen zu können. Mehr Information folgt, wenn die Details feststehen!

Mittwoch, Oktober 24, 2007

Ebner beim Bachmannpreis

Ich hatte zwar Jeannie Ebners Kritik an Marcel Reich-Ranickis Verhalten beim Bachmannpreis gelesen und darüber auch hierblogs geschrieben, aber nicht realisiert, dass sie als Autorin, nicht als Jurorin oder Zuschauerin am Bachmannpreis teilgenommen hat - zumindest wird sie auf der ORF-Seite zu 25 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis im Jahr 1978 als solche gelistet - neben Leuten wie Helmut Eisendle, Christine Haidegger, Angelika Mechtel, Ulrich Plenzdorf, Jutta Schutting und O.P. Zier. Zur Jury gehörte in diesem Jahr nicht nur der kritisierte Reich-Ranicki, sondern auch u.a. Gertrud Fussenegger, Peter Härtling, Adolf Muschg, Hilde Spiel und Hans Weigel.

Dienstag, April 24, 2007

eZine "literatur.primär"

Zufällig bin ich auf das von Franz Krahberger herausgegebene eZine "literatur.primär" gestoßen, das dankenswerterweise von der Nationalbibliothek nebst anderen frühen Exemplaren der Netzkunst archiviert wird. Darin gibt es den Text "Über Literaturzeitschriften" von Gerhard Renner nachzulesen, der 1992 einen Ausstellungskatalog der Wienbibliothek einleitete (Teil 1, Teil 2). Auch "Literatur und Kritik" kommt darin vor. Darin angegebene Sekundärliteratur, die ich noch beschaffen sollte:
  • Hans F. Prokop: "Österreichische literarische Zeitschriften 1945 - 1970". In: Literatur und Kritik 5 (1970), H. 50, S. 621-631
  • Gerhard Renner: "Östereichische Literaturzeitschriften nach 1945". In: Literatur primär. Textinitiativen österreichischer Literaturzeitschriften. Wien 1983, S. 4 - 11
  • Gerhard Renner: "Der Förderungseingriff der Kunstverwaltung am Beispiel der Zeitschriftenförderung". In: Friedbert Aspetsberger / Hubert Lengauer (Hrsg.): Zeit ohne Manifeste. Zur Literatur der 70er Jahre in Österreich. Wien 1987 (= Schriften des Instituts für Österreichkunde 49+50), S. 46 - 65
  • Dienstag, April 10, 2007

    "herausragende Vertreterin"

    Gerade bin ich über eine Meldung der Wiener Rathauskorrespondenz vom 17. März 2004 anlässlich des Tods von Jeannie Ebner gestoßen: "Mit Betroffenheit reagierte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny auf den heute bekannt gewordenen Tod der Schriftstellerin Jeannie Ebner. In einer ersten Stellungnahme würdigte er Ebner als 'herausragende Vertreterin der österreichischen Nachkriegsliteratur'. Mailath: 'Jeannie Ebner hat als langjährige Herausgeberin von 'Literatur und Kritik' und auch in ihrem Engagement und ihrer Unterstützung für jüngere Schriftsteller/innen wesentlich zur Vermittlung von Literatur in Österreich beigetragen'".

    Montag, März 26, 2007

    Die Jungen und die Nazi-Dichter

    Unter dem Titel "Die Jungen und die Nazi-Dichter" schrieb Hans Haider am 16. September 2003 in der Presse über die Pürgger Dichterwochen: "Die alten Kameraden aus der bis 1945 offiziellen Schreibkunst waren zur Versöhnung mit Unbelasteten nach Pürgg gelockt worden. Pürgg: ein Reinigungsbad, weil auch Junge, sogar Linke eingeladen waren". Zu den Jungen zählte 1955 auch Jeannie Ebner. - Siehe dazu auch meinen Eintrag vom 15. Februar.

    Donnerstag, März 22, 2007

    Frauen im Literaturbetrieb nach 1945

    Zum Thema "Frauen im Literaturbetrieb nach 1945" hab ich interessante Aufsätze bzw. Bücher gefunden:

    Walter Buchebner-Literaturprojekt: Das Schreiben der Frauen in Österreich seit 1950. Wien: Böhlau 1991
  • Christine Schmidjell: "'Geh ohne Mantel und vergiß, was deine Heimat war': Hertha Kräftner und die Generation 'Junger Autorinnen' nach 1945", S. 9 - 21: Sie schreibt: "Kulturämter und kulturelle Institutionen sind bereits (wieder) von Männern besetzt und stellen damit Machtzentren dar, die der Literatur von Frauen oftmals zensierende Maßnahmen entgegensetzen. Engagierte Frauen wie Jeannie Ebner oder Erika Danneberg fungieren allenfalls als Alibifrauen".

  • Christiane Caemmerer, Walter Delabar, Elke Ramm, Marion Schulz: Erfahrung nach dem Krieg. Autorinnen im Literaturbetrieb 1945 - 1950. BRD, DDR, Österreich, Schweiz. Frankfurt: Peter Lang 2002
  • Julia Neissl: "Zwischen Anpassung und Aufbegehren. Junge Autorinnengeneration in Österreich nach 1945 und ihre Auseinandersetzung mit Sexualität", S. 57 - 68: Neissl stellt Ebners frühe Erzählung "Das Bett" vor, die sich mit den Themen Abtreibung und weibliche Unlust beschäftigt, und schreibt ihr einen geschlechterkritischen Blick zu.
  • Christa Gürtler: "'...weil ja fast alle Frauen stumm dabeisaßen'. Debüts österreichischer Schriftstellerinnen 1945-1950", S. 203 - 214: "Was auffällt an der Generation junger Autorinnen ist ihr Angewiesen-Sein auf männliche Unterstützung, auf Männer, die auch nach 1945 in den Literaturinstitutionen die Macht haben, die Zeitschriften herausgeben, in den Verlagen, Radiostationen und Kulturämtern sitzen".
  • Donnerstag, Februar 15, 2007

    Ebner in Pürgg

    Jeannie Ebner nahm anscheinend an den von der steirischen Landesregierung veranstalteten Dichter­wochen in Pürgg teil, zu denen auch diverse Nazischriftsteller geladen waren - keineswegs ungewöhnlich im Nachkriegs-Österreich. Siehe dazu folgende Literatur:
  • "Literatur in der Steiermark von 1945 bis heute" von Paul Pechmann: "Zu den Gästen der von der Landesregierung veranstalteten Dichter­wochen in Pürgg (1953-1955) zählten – neben jüngeren Autoren wie etwa Jeannie Ebner, Hans Weigel - die Ge­nannten ebenso wie auch weitere exponierte ehemalige NS-Dichter".
  • TeilnehmerInnenliste der Dichterwochen
  • Diplomarbeit von Verena Zankl: "Die 'Pürgger Dichterwochen' 1953 bis 1955. Dokumentation und Analyse", Innsbruck 2003 (noch nicht von mir eingesehen)
  • "Ennstal - eine Annäherung" und "Die Pürggschrift" von Franz Krahberger