Donnerstag, März 10, 2011

PEN-Club insolvent

Wie das Wirtschaftsblatt gestern berichtet, ist der österreichische PEN-Club nach einer großen Tagung, deren Kosten nicht eingespielt werden konnten, insolvent: "Man habe nun zur Schuldentilgung die eigene Sammlung an Schriftstücken in die Waagschale geworfen und vereinbart, dass diese im kommenden Jahr ans österreichische Literaturarchiv gehe. Diese enthalte unter anderem den Nachlass des Schriftstellers und einstigen P.E.N.-Präsidenten Ernst Schönwiese".

Siehe dazu auch Neues Volksblatt, Buchreport und derStandard.

Donnerstag, September 02, 2010

Jeannie Ebner und Franz Leo Popp

<zitat> Einmal – gerade einer 'literarischen Selchkammer' entstiegen – eröffnete er Jeannie Ebner, dass sein Ur-Urgroßvater ein gewisser Heinrich Griensteidl, der Besitzer des gleichnamigen Wiener Literatencafés, war."Da hat sie mich groß und erkennend angesehen und gesagt: 'Ich hab' schon immer gewusst, dass Sie irgendwas mit Literatur zu tun haben'". <zitatende>

Zitat nach: Dieter Scherr: "Lukratives Groscherlg'schäft. Franz-Leo Popp hat als bisheriger Leiter der Verwertungsgesellschaft Literar-Mechana grundlegende Autorenrechte erkämpft". In: Wiener Zeitung, EXTRA Lexikon, 30. August 2008

Holzfällen: "Perhaps his greatest bitterness"

Bob Corbett schreibt über Thomas Bernhards "Holzfällen": "Perhaps his greatest bitterness is directed at Jeannie Billroth, a writer and critic who sees herself as a Viennese Virginia Woolf. The narrator had an affair with her more than 20 years prior and rails against her at ever opportunity".

Siehe dazu auch Daniel Kehlmanns Kommentar zur Neuausgabe: "Der kühle Lobbyist in der Maske des manischen Bezichtigers" in der FAZ vom 10. Oktober 2007: "Diese Prosa lebt natürlich nicht von der Wiedererkennung der wirklichen Personen durch den Leser. Sie lebt aber durchaus von der Versprechung, dass diese Leute existieren und dass der Leser sie wiedererkennen würde, würde er sie nur kennen. Ohne sie verlöre 'Holzfällen' viel von seiner Verve und seinem Reiz".

Freitag, Juli 23, 2010

Arbeitsexemplar der Bibel

Mein Kollege von der Handschriftensammlung arbeitet an einem Band über Arbeitsexemplare und hat mich gefragt, ob ich dazu auch etwas beisteuern will. Ich werde etwas über Jeannie Ebners Arbeitsexemplar der Bibel schreiben :-)

Donnerstag, September 10, 2009

Dor über die "Übriggebliebenen"

"1945 gehörte die Kultur - oder bescheiden gesagt: der Kulturbetrieb - den Übriggebliebenen. Sie hatten in allem recht. Sie gründeten staatlich sanktionierte und subventionierte Vereinigungen, Verlage und was sie wollten. Sie verliehen einander Orden, Preise, Titel, Subventionen, Pensionen (...) Und alle, alle kommen in den Himmel, nicht weil sie brav sind, sondern weil sie übriggeblieben sind".

Milo Dor: "Revolte der Mittelmäßigkeit". In: Forum 2 (1954), S. 18

Sonntag, Juni 14, 2009

Locating Austrian literature

Im Aufsatz "Cultural memory and intellectual history: locating Austrian literature" von David S. Luft, erschienen 2007 in der Zeitschrift "Studies in Twentieth and Twenty-First Century Literature" kommt auch Jeannie Ebner vor: "His [Herbert Eisenreich] fifth generation (his own) reached maturity after the Second World War and identified with 'the grandfathers' of the early twentieth century: Jeannie Ebner (1918), Marlen Haushofer and Doris Muhringer (1920), Ilse Aichinger and Irmgard Beidl-Perfahl (1921), Fredericke Mayrocker (1924), Ingeborg Bachmann (1926), and Hertha Kraftner (1928)". Im Moment bei Find articles online abzurufen.

Samstag, März 14, 2009

"Die Ewigkeit steht mir nicht" - Wiener Zeitung

Maria Gornikiewicz erinnert sich anlässlich des fünften Todestags Jeannie Ebners in der Wiener Zeitung vom 14. März an die "Grande Dame der österreichischen Nachkriegsliteratur".

Freitag, Januar 23, 2009

Jeannie Ebner als Mentorin

Bei dem erwähnten Vortrag im Sommersemester werde ich mich mit Jeannie Ebner als Mentorin österreichischer Schriftstellerinnen nach 1945 befassen. Abstract: "'Was auffällt an der Generation junger Autorinnen ist ihr Angewiesen-Sein auf männliche Unterstützung, auf Männer, die auch nach 1945 in den Literaturinstitutionen die Macht haben, die Zeitschriften herausgeben, in den Verlagen, Radiostationen und Kulturinstitutionen sitzen' (Christa Gürtler). Der Briefwechsel der österreichischen Schriftstellerin Jeannie Ebner, der zum überwiegenden Teil in der Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt wird, zeigt, wie Ebner als Funktionärin von Literaturvereinen, als Jurymitglied bei Literaturpreisen, vor allem aber als Redakteurin der Zeitschrift 'Literatur und Kritik versuchte, im literarischen 'Old Boys Network' (Sigrid Schmid-Bortenschlager) der Nachkriegszeit andere Schriftstellerinnen bei ihren literarischen und kulturpolitischen Aktivitäten zu fördern und bei der Suche nach Publikationsmöglichkeiten zu unterstützen. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt dabei auf der Korrespondenz mit Hilde Spiel".

Mittwoch, Januar 21, 2009

Vortrag über Jeannie Ebner

Kaum hatte ich alle Jeannie Ebner-Bücher in die Bibliothek zurückgetragen, um mit dem Thema endgültig abzuschließen und auf meinem Schreibtisch den Büchern für mein neues Thema Platz zu machen (siehe auch), wurde ich eingeladen, im Sommersemester einen Vortrag über Jeannie Ebner in Zusammenhang mit Frauennetzwerken zu halten. Das mache ich natürlich gerne - und leihe mir die Bücher wieder aus ;-)

Wechsel des Themas

Im November habe ich beschlossen, mein Diplomarbeitsthema zu wechseln, und kann dank meines neuen Betreuers Roland Innerhofer nun über "Deutschsprachige Star Trek-Fan Fiction. Genre, Kanäle, Motive" schreiben. Dazu gibt es natürlich auch ein Weblog. Jeannie Ebner, ihre Rolle(n) und ihre Literatur werden mich aber nicht loslassen, daher habe ich vor, dieses Weblog weiterzuführen.

Montag, November 17, 2008

90. Geburtstag

Heute hätte Jeannie Ebner ihren 90. Geburtstag gefeiert - am 17. November 1918 wurde sie in Sydney geboren.

Dienstag, Oktober 28, 2008

Buch zu Hertha Kräftners 80. Geburtstag

Im April dieses Jahres wäre Hertha Kräftner 80 Jahre alt geworden, Aus diesem Anlass entstand der Sammelband "Berührungen. Hertha Kräftner zum 80. Geburtstag", der von Katharina Tiwald in der edition lex liszt 12 herausgegeben wurde (ISBN 978-3-901757-84-6). Das Buch wird am Dienstag, dem 4. November 2008, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Mattersburg vorgestellt: "LiteratInnen, LiteraturwissenschaftlerInnen, ein Logotherapeut, eine Sexarbeiterin, ein Richter, eine Ärztin, ein Schüler und TeilnehmerInnen der Schreibwerkstatt der Wiener Straßenzeitung 'Augustin' schildern, befragen, lesen Hertha Kräftner und liefern mit ihren Texten ein Kaleidoskop aus verschiedensten Annäherungen".

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Menschen mit "Gesicht und Farbe"

Die Ausgabe 24/1964 des "Spiegel" ist online abfragbar, und auf Seite 93 findet sich eine Rezension von Jeannie Ebners Roman "Figuren in Schwarz und Weiß", in der ihr eine Neigung "zu überdehnten und dabei nur halbwüchsigen Aussprachen" nachgesagt wird - aber immerhin hätten zwei Figuren entgegen dem Titel des Buches "Gesicht und Farbe".

"Heimweh" im Radio

Vergangenen Sonntag, 12. Oktober 2008, war in "Du holde Kunst" auf Ö1 auch der Text "Heimweh" von Jeannie Ebner zu hören. Leider hab ich es verpasst, und ein Download ist auch mit Abo nicht möglich.

Sonntag, Oktober 05, 2008

Average time composing one e-mail

Was der Comic "Average time composing one e-mail" illustriert, kommt mir sooo bekannt vor... Der Comic ist am 25. Juli im Rahmen der "PhD Comics" von Jorge Cham erschienen. Die Abkürzung PhD wird in diesem Fall übrigens mit "Piled Higher and Deeper" erklärt ;-)

"alles prä-Ernstl"

Interessant war die Lektüre des Buches "'Strohkoffer'-Gespräche. H.C. Artmann und die Literatur aus dem Keller" von Maria Fialik, erschienen 1998 im Zsolnay-Verlag. Abgesehen davon, dass Jeannie Ebner auch interviewt wurde, wird sie auch öfters von den anderen GesprächspartnerInnen erwähnt. So sagt H.C. Artmann über Jeannie Ebner: "Mein Gott, wie sie in der Praterstraße gewohnt hat, im Hinterhof eines Hurenhotels, das ist aber alles prä-Ernstl - also vor ihrer Heirat -, das hat sie dann halt stilisiert. Aber sie hat immer so einen Bubikopf getragen und ein Hütchen aufgehabt, sie hat ausgeschaut wie gedrechselt. Und diese kurzen Röcke...".

Dienstag, September 23, 2008

Photo mit Bernhard und Effenberger

Auf der Website des Brenner-Archivs zum Nachlass von Elisabeth Effenberger findet sich auch eine Photographie, das Jeannie Ebner mit Thomas Bernhard und Elisabeth Effenberger zeigt.

Montag, September 22, 2008

Zu Gast in Steyr

Aus Peter Landerls Rezension zu Marlene Krispers "Dora Dunkl. Eine Nacherzählung": "In Steyr konzentriert sie [Dora Dunkl] das literarische Leben auf sich, spielt als Gastgeberin der legendären Serenadenabende im Dunklhof, wo sie zu Musikbegleitung Lyrik rezitiert, die Grande Dame. Jeannie Ebner, Rudolf Bayr, Axel Corti, Kurt Klinger, György Sebestyén oder Franz Kain gehörten zur erlesenen, exklusiven Gästeschar".

Ebner ohne Fangemeinde?

"Hertha Kräftners knappes literarisches Werk zu vergessen, ist schon deshalb nicht möglich - und damit unterscheidet es sich von jenem ihrer ZeitgenossInnen Herbert Eisenreich oder Jeannie Ebner -, weil (im Vorfeld) zu ihren runden Geburtstagen sich regelmäßig eine Fangemeinde findet, die die Neuausgabe bzw. Publikation ihres Werkes vorantreibt oder Arbeiten zur Autorin präsentiert", schreibt Christine Schmidjell in ihrer Rezension über Helga Strommers Band "Hertha Kräftners Litaneien. Struktur - Thematik - Sprache", der 2003 in Eisenstadt als Band 109 der Reihe "Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland" erschienen ist.

Donnerstag, September 18, 2008

Archiv-Gespräch in memoriam Wendelin Schmidt-Dengler

"'Arbeitsfelder der Germanistik' war der geplante Titel des Archiv-Gesprächs, das Univ.-Prof. Dr. Wendelin Schmidt-Dengler, der Initiator und langjährige Leiter des Österreichischen Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek, für den 9. Oktober vorbereitet hat. Es war als Abschiedsveranstaltung geplant, da er sich Ende des Jahres aus dieser Funktion zurückziehen wollte. Nach seinem völlig unerwarteten Ableben soll dieses Archiv-Gespräch seinem Andenken gewidmet sein. Es soll zeigen, wie weit sein Einsatz für die Literatur reichte, wie viele Felder seine Arbeit berührte: die Literaturkritik, die Germanistik, das Archiv.
Christoph Ransmayr und Ferdinand Schmatz werden Texte in Bezug auf Wendelin Schmidt-Dengler lesen. Das Gespräch mit den Autoren und ehemaligen SchülerInnen möchte die Bruchlinien und die Beziehungen zwischen der Produktion und Rezeption von Literatur thematisieren. Die vielfältigen Lebenswege und Laufbahnen der Studentinnen und Studenten von Univ.-Prof. Schmidt-Dengler, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die er während vier Jahrzehnten betreute, dokumentieren sein unermüdliches Engagement außerhalb und innerhalb der literarischen Institutionen. Nicht zuletzt war er Mentor und Gesprächspartner zahlreicher Autorinnen und Autoren". - Quelle: Presseaussendung der Nationalbibliothek auf APA OTS.

Ort und Zeit: Donnerstag, 9. Oktober 2008, 19 Uhr, Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek. Einleitende Worte: Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger (Österreichische Nationalbibliothek), Priv.-Doz. Dr. Volker Kaukoreit (Österreichisches Literaturarchiv). Mit: Christoph Ransmayr (Schriftsteller), Dr. Ferdinand Schmatz (Schriftsteller), Univ.-Prof. Dr. Juliane Vogel (Literaturwissenschaftlerin), Dr. Ulrich Weinzierl (Publizist). Moderation: Priv.-Doz. Dr. Bernhard Fetz (Österreichisches Literaturarchiv).